Das Beste kommt zum Schluss

Montag, 27.07.2015

Hej ihr alle,

jetzt sind die 3 Monate fast schon wieder vorbei und seid letzter Woche Donnerstag bin ich wieder in Deutschland. Somit ist das schon mein letzter Eintrag.  Aber dafür kommt jetzt eine Special-Ausgabe 

Letzter Stand war ja, das ich auf eine Kanutour auf dem See am Campingplatz in Älmhult aufgebrochen bin. Zuvor war ich jedoch bei IKEA. Dazu war Älmhult prädestiniert, da hier das erste Möbelhaus dieser Kette weltweit stand. Denn dort in der Nähe wuchs der Begründer Ingvar Kamprad auf und begann mit einem kleinen Warenhaus für Haushaltswaren. Daraus entstand dann etwas Großartiges. Zu der Geschichte gibt es eine kleine Austellung, in der man die Design-Entwicklung über die Jahre sehen kann. Und in Älmhult ist irgendwie alles IKEA. Das erste Logo Das erste `Warenhaus` Die ersten Verkaufsartikel die Schweden... Den kennt jeder Kataloge über Kataloge IKEA- Europaweit IKEA der Zukunft

Nachmittags ging es dann wie schon gesagt für mich auf den See. Mit großer Mühe und viel Gegenwind kam ich schließlich wieder am Campingplatz an. Mein Kanu

Am nächsten Tag, dem Sonntag, fuhr ich dann wieder in den Süden. Meine erste Station hieß Ystad. Hier folgte ich Henning Mankell bzw eher seiner Romanfigur Kurt Wallander, der ja in diesem schönen kleinen Städtchen ermittelt. Es gibt sogar eine eigene Wallander - Führung durch Ystad.

Nach Ystad folgte dann noch Malmö und Lund. Jedoch nur im Schnelldurchgang. Kathedrale in Lund Astronomische Uhr im Dom von Lund Rathaus in Malmö Musiker in Malmö

Ich wollte die letzten 2 Tage noch auf einem Campingplatz verbringen, ohne Stadt, mit Meer. Das gelang mir dann in Lomma. Mit Meerblick, viel Wind, traumhaften Sonnenuntergängen und Schwedenwetter konnte ich mich gebührend von dem Land meiner Träume verabschieden.

Am Mittwoch um 16 Uhr ging dann die Fähre zurück nach Deutschland. 9 Stunden Überfahrt, perfekt um nochmal alles Revue passieren zu lassen und sich auf das Alte wieder einzustellen. Der letzte Blick auf Schweden Die Öresund-Brücke von unten

Und ich habe eine Frau aus Miltenberg getroffen, die auch 2 Monate unterwegs war. Wir meinten beide, dass wir jetzt erstmal einen Kulturschock bekommen. Und das stimmte. Kaum auf einer deutschen Autobahn sehnte ich mich nach der Gelassenheit und der Geschwindigkeit der schwedischen Autorfahrer zurück. Und es war mal wieder DUNKEL. Und die Verkehrsschilder - sind die tatsächlich rot-weiß? Waren die nich schon immer rot-gelb?? Auch die Umstellung auf den Euro ist echt komisch. Plötzlich ist Englisch und Schwedisch im Hintergrund und ALLE sprechen wieder Deutsch. Ich bin froh, dass ich nicht gleich schon wieder anfangen muss zu arbeiten, sondern dass ich jetzt trotzdem nochmal ein paar Wochen habe, um hier wieder anzukommen.

Es bleibt mir nur noch zu sagen: Es war eine super Zeit mit schönen Erfahrungen, ich habe tolle Menschen kennengelernt und nehme jede Menge mit nach Deutschland (nicht nur Materielles). DANKE euch allen, die mich die letzten 3 Monate begeitet haben! DANKE für jegliche Unterstützung im Vorfeld, für alle Tips und alle Warnungen ("Fahre nicht zum Nordkap, du wirst enttäuscht sein!")...

Und nun zum Special: Ich habe gesammelt: Fotos von Vorsichtsschildern, von Übersetzungen (ich finde es ja toll, dass die Schweden sich bemühen, mehrsprachig zu sein. Aber manches könnte man auch lassen...), von Firmenschildern. Dabei ist eine schöne Reihe zusammengekommen. Viel Spaß beim Anschauen

Weiterentwicklung von Apple??

Viele weitere Bilder gibt es, wenn ihr mich mal besuchen kommt. Euch allen alles Gute für die Zukunft. Ich bin jetzt wieder offline!

Kurze Rundfrage

Sonntag, 19.07.2015

Hej ihr alle,

meine Zeit neigt sich hier langsam aber sicher dem Ende entgegen und ich habe schon einige Aufträge, was ich euch allen mitbringen soll. Das geht von Schokolade über Brot bis hin zu Globus. Also wenn ich jemanden von euch noch etwas mitbringen soll, dass man leicht kaufen kann und nicht zu teuer ist etc, der darf mich hier gerne vollschreiben.. ;)

Touri-Programm für Eltern

Freitag, 17.07.2015

Nach den Inseln Öland und Gotland brachte mich die Fähre wieder nach Oskarshamn und von dort aus fuhr ich wieder Richtung Norden. Hier verbrachte ich erst mal chill-Tage in Norsholm direkt am Götakanal. Anschließend besuchte ich noch mal Gundula von meiner Gastfamilie vom Anfang der Reise. Den ersten Abend dort ging es gleich mal wieder auf eine Insel und ich machte die Erfahrung, wie es ist, ein Motorboot steuern. Einfach wunderschön! Sonnenuntergang über Järna

Vielen Dank an dieser Stelle an Gundula, Christopher, Jonathan und Philip für alles!

Am Mittwoch war das erste Ziel der für mich mittlerweile bekannte Flughafen Arlanda. Denn dort landeten meine Eltern und so war das der Beginn der 8-tägigen Urlaubsreise meiner Eltern.

Allerdings führte meine Mutter ihre Reisegewohnheit gleich schon mal fort, etwas zu verlieren. Diesmal war es mal nicht ihr Geldbeutel, sondern ihr Koffer. Denn dieser kam nicht bis nach Stockholm. Statt dessen hatte Air-Berlin beschlossen, den Koffer erstmal in Frankfurt oder auch Berlin (man weiß es nicht so genau) zu lassen. Freundlicherweise wurde er am nächsten Tag zum Campingplatz in Uppsala gebracht. Denn dort waren wir die ersten beiden Tage. Freude über den wiederbeschafften Koffer

Die Innenstadt, der Dom, das Schloss , die Uni-Bibliothek und Gamla Uppsala wollten besichtigt werden. Für mich neu war das Gustavianum. Hier findet man eine Ausstellung über die Geschichte der 2. größten Universität Schwedens, eine Kuriositätensammlung und das „Anatomische Theater“ (Lehrsaal der Pathologie aus dem 17. Jhd). Im Dom von Uppsala Das Anatomische Theater

Es folgten ein paar tolle, aber volle Tage in Stockholm. Die Gamla Stan mit Kungliga Slott, Södermalm, Östermalm, Norrmalm mit dem „Stock Holm“ und der Djurgarden (alles Stadtbezirke) standen auf der Sightseeing-Liste. Ich finde es immer wieder faszinierend, wie viele Grünanlagen Stockholm hat und ich weiß jetzt, wo ich mal beerdigt werden möchte. Meine Eltern über Stockholm  Der `Stock Holm` in Norrmalm ehemaliges Kino, dass zu Geschäft umgebaut wurde Urnengrab in Södermalm - vielleicht meine letzte Ruhestätte?

Und wir haben festgestellt, dass die Wachablösung in Stockholm anscheinend eine einzige Touri-Attraktion ist. Echt lustig, wenn man 45 Minuten dabei zusehen kann, wie Frauen und Männer durch den Schlosshof marschieren und ab und zu mal salutieren und stehen bleiben. Nicht zu vergessen die Marschmusik der Marinekapelle, die extra dafür mit dem Reisebus anreist. Bei der Wachablösung im Schlosshof Die Wachablösung

Außerdem besuchten wir noch das Schloss Drottningholm und Mariefred mit dem bekannten Schloss Gripsholm. 

Ansicht auf das Schloss Drottningholm

 Am Dienstag waren wir schließlich noch auf den Spuren der Musikgruppe ABBA. ABBA – the museum stand auf dem Programm und es zeigte sich mal wieder, dass die Schweden es verstehen, gute Museen aufzumachen. Es ist zwar relativ teuer, aber dafür wird einem auch sehr viel geboten. vor dem ABBA-Museum

„Gewohnt“ haben wir in Stockholm auf dem überfüllten Campingplatz Bredäng ca. 10 km außerhalb des Stadtzentrum, allerdings nur 350 m vom Strand entfernt.

Gestern habe ich schließlich meine Eltern nach Arlanda gebracht. Heute habe ich Stockholm nun endgültig verlassen. Jetzt bin ich im schönen Sma°land. Besichtigt habe ich heute in Jönköping das Streichholzmuseum. Ja, das ist Pflicht, wenn man da gerade ist, denn dort wurden die „sicheren“ Streichhölzer erfunden. Das Museum im original-Fabrikgebäude von vor ca. 50 Jahren zeigt auf sehr anschaulicher Weise die Geschichte der Streicholzherstellung in Jönköpin mit allen Hindernissen, Erfolgen etc.  Die Maschine (am Tag 48.000 Streichhölzer) Jedes Land bekommt eine eigene Verpackung Das Fabrikgebäude

Morgen breche ich wahrscheinlich zu meiner ersten Kanu-Tour in Schweden auf. Also wenn nichts mehr in dem Blog kommt, habe ich mich auf dem See hier am Campingplatz verfahren ;)

Bis bald

Ach ja, vielen Dank für eure zahlreichen Besuche bei meinem Blog. Ich kann leider den 1000. Besucher nicht beglückwünschen, aber aktueller Stand ist gerade 1028!!! Super!

Verrückte Bauten und das Inselleben

Freitag, 03.07.2015

Erst mal: Ich kann keine Städte mehr sehen und sitze im Gefängnis!

Aber keine Sorge, das erste lässt sich lösen, in dem auf die Insel fährt und nur Natur um sich herum hat, das zweite ist freiwillig und nur für eine Nacht.

In Trollhättan besuchte ich letzte Woche erstmal die wahnsinnige Schleusenanlage. Ich habe keine Ahnung, wie viele Schleusen das eigentlich sind. Zu viele auf jeden Fall. Das war alles mal Wasserfall. Und dann dachte sich jemand, dass man da doch mit dem Schiff durch muss. So wurde dass alles gebaut und es gibt mittlerweile den Göta-Kanal: Eine Verbindung quer durch Schweden. Modell Schleusen Trollhättan ehemalige/alte Schleuse Trollhättan

Nach Trollhättan folgte Uddevalla. Dort vor allem das "Muschelmuseum". Denn dort gibt es am östlichen Stadtrand Muschelbänke! Mitten im Land. Leider interessierte das nicht so viele und so entstand dort erstmal ein Gewerbegebiet. Ein einzigartiger Geologischer Fund wurde eigentlich mehr oder weniger überbaut. Mittlerweile ist jetzt mitten im Gewerbegebiet Naturschutgebiet. Auch gut. Jedenfalls, alles was auf den Bilder weiß aussieht, sind die Muscheln. Muschelbänke in Uddevalla Muschelbänke in Uddevalla

Anschließend folgte ich noch der Straße in den Westen und landete nach einer kurzen Fährfahrt schließlich im Seebad Lysekil. Hier ordete ich gleich mal einen Campingplatz direkt am Meer. Das war einfach schön, mal Meer zu sehen. Seen sind ja schön und gut und reichlich in Schweden, aber Meer ist was anderes. Und Lysekil ist eine sehenswerte Hafenstadt. Fähre nach Lysekil Meer vom Campingplatz ausLysekil Kirche in Lysekil

Am nächsten Tag fuhr ich dann immer an der Küste entlang Richtung Süden. Mit solches Aussichten.

Die Burg Bohus (von der der Name für die Region Bohuslän kommt) und die Stadt Varberg waren die nächsten Ziele. In Varberg fand ich wiedermal einen wunderschönen Wohnmobilstellplatz und hatte sogar das Glück, mit meinen schwedischen Wohnmobilnachbarn das Fußballspiel Deutschland gegen Frankreich zu schauen. Besser kann es eigentlich nicht kommen. Burg Bohus in Kung Älv Meer am Wohnmobilstellplatz in Varberg

Die nächsten Tage verbrachte ich dann immer an der Küste entlang. Falkenberg, A°ngelholm, Helsingborg waren die Städte, die ich sah. Straße in A°ngelholm, könnte aber auch Falkenberg sein Häuser in A°ngelholm Skulptur von 2013. Was uns das wohl sagen soll? UFO-Denkmal in A°ngelholm Helsingborg

Und mittlerweile sehen die alle irgendwie gleich aus. Mir war klar, noch eine Stadt und noch eine und noch eine geht nicht mehr. Damit verderbe ich mir den Spaß. Ich wollte so schnell wie es geht auf die Ostseite des Landes und dann ab auf die Inseln Öland und Gotland. Ich fuhr also einmal quer rüber nach Kristianstad. Zum Glück. Die Stadt ist anders als die anderen. Super schön. Da kommt Freude auf. Fußgängerzone in Kristianstad Was man nicht so alles findet... Blick vom Auto zum Meer auf dem Campingplatz Landön Blick vom Meer auf den Campingplatz Landön ohne Worte

Nach einer Nacht auf einem Campingplatz mit Stellplatz DIREKT am Meer, also ich war 5 m vom Ufer weg gestanden, folgten am Tag drauf noch die Weltkulturerbestadt Karlskrona, die ich trotz allem nicht verpassen wollte, und Kalmar (tolle Stadt, mit vielen kleinen Gässchen). Häuser in Kalmar

Von dort konnte ich dann am Dienstag mit dem Auto über eine Brücke nach Öland. Brücke nach Öland

Und ich muss sagen, diese Insel ist für mich das schwedische Holland. Eine Kölnerin, die ich am Campingplatz in Kristianstad kennenlernte und die mit dem Fahrrad von Stockholm nach Köln fährt, sagte mir nur über Öland, sie habe noch nie so ein flaches Land gesehen. Ich hatte es schon, nämlich in Holland. Ich nahm mir also den Tag Zeit, einmal um die Insel herum zu fahren. Öland ist übrigens die Insel der Windmühlen. Es gab dort mal 2000, 400 sind davon noch übrig

"Städte" gibt es dort auch, aber die interessierten mich nicht bzw sind nicht wirklich groß. Ich wollte eigentlich eine Nacht auf Öland verbringen und dann mit der Fähre nach Oskarshamn übersetzen. Von dort widerum würde die Fähre nach Gotland abfahren. Aber als ich die Preise für die 2 Std. 20 min sah, entschied ich mich doch nach Oskarshamn mit dem Auto zu fahren. Also wieder zurück über die Brücke nach Kalmar und dann die E22 Richtung Norden. In Oskarshamn war natürlich schon alles dicht und so versuchte ich erst verzweifelt an ein Wohnmobilstellplatz zu kommen, um dann festzustellen, dass am Abend noch eine Fähre nach Gotland übersetzt. Also nichts wie los um an das Ticket zu kommen. Punkt 21.15 verließen wir den Hafen und ich erlebte einen traumhaften Sonnenuntergang! 3 Stunden zusehen können, wie die Sonne untergeht.   Traumhaft! oder auch sehr ramontisch!

In Visby, (auf Gotland) war es dann dunkel, bzw wurde eigentlich schon wieder hell. Ich schlief erstmal ein paar Stunden, bevor ich mich dann auf die Reise nach Farö machte. Das ist wiederum eine Insel direkt im Norden an Gotland angrenzend. Gotland an sich besteht, jedenfalls das, was ich gesehen habe, hauptsächlich aus Wald, See und Wiese. Aber es ist sehr warm überall und man kann ohne Probleme die vielen Sandstrände nach Herzenslust austesten. Der Campingplatz war auch direkt hinter bzw auf den Dünen, 50 m vom Meer entfernt. Ich hatte mal wieder Glück, denn durch ein "Missverständnis" landete ich auf dem Zeltplatz. Das war wesentlich billiger als als Wohnmobil da zu sein und ein Zelt hatte ich ja sowieso dabei. Also halt mal 2 Nächte im Zelt schlafen. Das schadet auch nichts. Außerdem war der Zeltplatz mit vielen Bäumen versehen, was mir sehr viel Schatten spendierte. Mein Reich für 2 Nächte Die

Von Mittwoch bis heute morgen hieß es dann also mal ausspannen von den ganzen Städten und mal nichts tun. Bis auf Lesen, Musik hören, Strand-Spaziergänge. Dazu bin ich bisher ja nicht gekommen Aber Spaß beiseite: ich empfehle jeden Reiselustigen das Buch "das große Los" von Mareike Winnemuth, (glaub ich). Das hat mir nach meinem kleinen Durchhänger neue Motivation verliehen. Es geht darum, dass sie vor 4 Jahren, also 2011 bei Wer wird Millionär eine halbe Million gewinnt und damit einfach mal 1 Jahr aus Hamburg raus ist. Jeden Monat eine andere Stadt auf der Welt. Sydney, Honolulu, San Francisco, Kopenhagen, Barcelona. Das ist super spannend zu lesen und macht auf jede Reise lust! Vielen Dank an dieser Stelle an Mama für das Buch.

Aber zurück zu Gotland. Heute morgen bin ich dann wieder aufgebrochen und bin jetzt in Visby. Ein Traum. Ich dachte ja schon, Stockholm wird meine absolute Lieblingsstadt, aber Visby ist super gut im Rennen. Die ganze Stadt ist, ähnlich wie in Würzburg der Ringpark, von einer noch erhaltenen Stadtmauer umgeben. Und innerhalb dieser Mauern gibt es viele kleine Gassen mit Fachwerkhäusern, Holzhäusern, Steinhäusern. Für jeden etwas dabei, aber es gibt keine hässlichen Neubauten! Und außerhalb der Mauer ist auf der einen Seite Meer, auf den anderen Park, noch mehr Häuser und Straße. Stadtmauer in Visby Meer in Visby. Auf die Idee können auch nur Schweden kommen: für alle zugänglich Hängematten zwischen den Bäumen. Wunderbar! Visby Visby

Und weil das alles so schön ist, habe ich dann gleich mal im Gefängnis eingecheckt. Im Prinzip eine schwedische Jugendherberge, nur dass das Haus mal ein Gefängnis war und immer noch von einer Mauer mit Stacheldraht umgeben ist und vor jedem Zimmer ein Gitter ist. - Ich glaube, ich hatte auf der ganzen Reise noch nie weniger Angst, dass jemand die Scheibe einschlägt und durchs Fenster kommt Vandrahem Die Rückseite Meine Zelle Nummer 14 von innen Die Lounge...

Morgen geht es dann zurück aufs Festland und nächste Woche bekomme ich den letzten Besuch. Meine Eltern besuchen mich und so bin ich nochmals in Stockholm. Danach muss ich leider langsam aber sicher wieder zurück...  Aber daran denke ich jetzt noch nicht.

Euch allen viele angenehm sonnige Grüße aus Visby. Haltet durch! Jeder Sommer hat ein Ende beziehungsweise speichert Die wärme für den Winter Die Karte ist mittlerweile auch schon gut gefüllt. Übrigens: grün bedeutet

Det är sommar! - Ich will meer!

Donnerstag, 25.06.2015

Da bin ich wieder. Jetzt ist schon über die Hälfte der Zeit hier im wunderbaren Schweden vorbei Aber ich will ja nicht meckern. Man soll ja bekanntlich aufhören, wenn es am Schönsten ist.

Ich habe in der letzten Woche wieder sehr viel gesehen und tolle Menschen kennen gelernt.

In Falun besuchte ich am Dienstag erstmal die Kirche und das Bergwerk. Beziehungsweise nur die Gebäude über Tage.  Die Kirche in Falun zusammengefallene Grube in Falun

Hier kommt übrigens die berühmte rote Farbe her. Ein Abfallprodukt aus diesem Kupferabbau...

Am Nachmittag fuhr ich dann weiter bis nach Örebro. Hier war ich zwar schon mal, aber nur ganz kurz. So entschied ich mich, 2 Tage zu bleiben, auch wenn der Campingplatz nicht so schön war. Jedoch lernte ich zwei Ehepaare aus Bad Neustadt kennen und wurde gleich mal zum Abendessen eingeladen. - Die Unterfranken halt. Und ich wurde von der Zeitung interviewt. Was man nicht alles auf einem Campingplatz erleben kann. Es ging um das Thema, wie die Camper Midsommar feiern. Ich gab bereitwillig Auskunft und hoffe mal, das mir der Artikel jetzt zugeschickt wird. Außerdem gibt es in dieser Stadt zur Zeit eine schöne Kunstaustellung.

Am Donnerstag machte ich mich dann auf nach Uppsala. Schon ein bisschen ein komisches Gefühl, weil dort begann ja die eigentliche Reise. Diesmal schaffte ich es, die Uni-Bib mit der berühmten Silver Bibel zu sehen und auch die Kirche im alten Uppsala sah ich.

Schließlich war dann Freitag und so durfte ich mal wieder zum Stockholmer Flughafen. Hier kamen meine nächsten Gäste Melli, Chris, Johannes und Sebastian an. ein Artgenosse

Wir fuhren dann gleich weiter wieder nach Ljusne. Der Campingplatz dort ist einfach schön und wir hatten sogar einen Platz mit Blick auf das Meer. Und mit Sightseeing-Programm, "Nachtwanderung", "Wer bin ich" und und und ging das Wochenende leider viel zu schnell vorbei. Nachdem ich die vier am Sonntag Nachmittag wieder am Flughafen abgesetzt hatte, fuhr ich nach Mariefred. Zufälligerweise landete ich dort auf dem tollen Wohnmobilstellplatz und bekam noch den Reserveplatz.

Hier lernte ich dann zwei weitere Deutsche aus dem Raum Stuttgart kennen. Vater und Tochter. Mit den beiden ließ ich dann den Abend mit schöner Sonne ausklingen.
Mariefred ist ein wunderschöner kleiner Ort mit Hauptattraktion Schloss und Bahnhof. Schloss Gripsholm Bahnhof

Gegen Nachmittag des nächsten Tages fuhr ich dann weiter in das 10 km entfernte Srängnäs. Hier gibt es nach eigenen Angaben der Stadt die schöne Straße Schwedens. Schönste Straße Schwedens?

Der Meinung war ich nicht so ganz, aber die Windmühle und der Yachthafen haben ein schönes Flaire. Ich blieb eine Nacht und sehr früh am nächsten Morgen brach ich nach Eskilstuna auf. Wieder eine Industriestadt, die für mich nicht sehr sehenswert ist. Kunstwerk in Eskilstuna

Die nächsten Orte hießen dann Askersund direkt am Vättern und Forsvik. Hier gibt es eine der ältesten noch betriebenen Schleusen des Göta-Kanals. So hatte ich die erste Begegnung mit diesem Kanal.

Ich fuhr dann weiter bis nach Sjötorp, wollte dort eigentlich übernachten. Das war mir dann viel zu voll dort und so fuhr ich dann doch noch in meine, als Mariestad.

Toller Wohnmobillstellplatz! So genoss ich die Sonne am Abend und machte weitere Reiseplanung. Kyrkogatan in Mariestad

Am nächsten Morgen, also gestern, gings dann weiter. Gestern und Vorgestern war der beste Beweis für den Spruch, "der Weg ist das Ziel". Denn alles was ich geplant hatte, wurde so ein bisschen überworfen. Stattdessen hatte ich traumhafte Ausblicke auf den Vänern und richtig schöne Landschaften um mich herum.   der Vänern, glaub ich Schloss Läcksö

Das Schoss Läckö beachtete ich nur am Rande, Stattdessen landete ich am Abend in Vänersborg. Dort bekam ich etwas typisches schwedisches mit. Nämlich eine Bingo-Veranstaltung. Sehr lustig. Ich dachte erst, das ist einfach nur ein Parkplatz, aber dann hörte ich von dort durch Lautsprecher Zahlen.

Im Prinzip ist das ganz einfach. Jeder kauft sich am Anfang mehrere Bingo-Zettel. Jeder setzt sich dann in sein Auto. Dann zieht einer die Zahlen und gibt sie über die Lautsprecher weiter. Sobald einer "Bingo" hat wird gehupt, überprüft und dann gehts weiter. Als ich um 18 Uhr kam, waren sie schon dabei, um 22 Uhr war dann Schluss. Super Sache muss ich sagen!
Der Abend endete dann mit einer kleinen Foto-Session am untersten Zipfel des Vänern. (Damit ist übrigens die Frage in fb beantwortet ;) ). Ach ja, das ist übrigens ein See. Nicht das Meer. Die andere Uferseite sieht man aber trotzdem nicht...

Das machte natürlich Lust auf richtige Meer und so fuhr ich dort heute hin. Jetzt habe ich hier traumhafte Sonne mit Blick aufs Meer, nur der Wind stört ein wenig.

Euch jetzt allen weiterhin eine schöne Zeit in Deutschland und allen Studenten nicht zu viel Stress in der Prüfungszeit.

 

ich glaub, mich knutscht ein Elch!

Montag, 15.06.2015

da bin ich wieder, pünktlich zur Mitte der Reise gibt es wieder einen Blog. Ich muss aber wirklich versuchen, mich kurz zu halten, immerhin ist das jetzt über eine Woche!! Aber gut.

Elche, Wintersport und wahnsinnige Ausblicke - So in etwa kann man die letzten Tage beschreiben!

Der letzte Stand ist also Arvidsjaur. Nachdem ich um 3 in der Nacht aufgegeben habe, zu warten bis die Sonne untergeht (es ist dann schon wieder "heller" geworden) beschloss ich doch noch ein paar Stunden zu schlafen. Die Lappstaden stand auf dem Programm. Im Prinzip eine Ansammlung von Häusern, die jedoch immer noch von den Samen benutzt wird.  Lappstaden Lappstaden

Ich denke, wenn diese wirklich da sind, ist da jede Menge los. Auch die Kirche finde ich in Arvidsjaur sehr schön. Eine Kirche ganz aus Holz und anders wie die besherigen am Stück, also der Turm ist nicht extra.

In Arvidsjaur war ich ausnahmsweise mal zwei Nächte. Und zwar macht Reisen doch irgendwie müde und so verbrachte ich die Zeit hauptsächlich mit lesen. Ich machte aber auch Bekanntschaft mit einem Rentner-Ehepaar aus Hamburg, die mir den Tip für meine nächste Reise gaben. Und zwar kommt dann Norwegen und zum richtigen "Nordkap".

Am Dienstag dann musste ich mich auf den Weg wieder mal nach Skelleftea machen. Denn das Auto hatte einen Termin in der Werkstatt. Aber ich bekam dafür ein Ersatzauto, einen VW-Up. Echt cool. Ich mag VWs!

Gegen Nachmittag konnte ich mich dann von der Werkstatt verabschieden und machte mich dann auf den Weg nach Bjurholm.

Denn dort in der Nähe gibt es das sogenannte "Älg-Hus". Auf deutsch also eine Elch-Farm mit zahmen Elchen. Nach einer Diashow mit allen wichtigen Infos zu Elchen und einem Museum hauptsächlich über die Verbreitung, Jagd und Gefahren für Elche ging es dann zu den Lebenden. Streicheln, Füttern, Fotos machen. All das war erlaubt. Ich muss zu meiner Schande sagen, dass ich leider nicht mehr die Namen weiß. Geweihe EINES Elchs
Ein wunderschöner Vormittag und vielen Dank an dieser Stelle an Claudia, für den Tip.

Noch am selben Tag fuhr ich weiter ins Landesinnere Richtung Östersund. Auf dem Weg dorthin machte ich Pause auf einem Campingplatz mit dieser tollen Aussicht. Direkt am See und außer Wasser, Wind und Vögeln nichts zu hören.

Der nächste Tag begann dann früh, weil ich wollte relativ bald in Östersund sein. Hier gab es einfach zu viel spannendes. Nach einer nervigen Parkplatzsucher (Die erste Stadt mit solchen Problemen bei diesem Thema) machte ich dann erstmal die schöne Innenstadt unsicher. Hier gibt es noch schöne alte Holzhäuser, aber auch tolle neue Steinbauten. Am Hafen besuchte ich dann die Glasbläserei, betrieben wird diese von 3 gelernten Glasbläserinnen, die sich bei der Arbeit über die Schulter schauen lassen und geduldig alle Fragen beantworten. Wenn das nicht alles so teuer gewesen wäre, hätte ich einiges kaufen wollen.

Dann fuhr ich zum Biathlon Stadion - DEM Biathlonstadion Schwedens. Auch wenn es im Sommer nicht so toll aussieht, hat sich auf jedenfall die Aussicht von dem überaus hässlichen Turm gelohnt. Eine traumhafte Aussicht auf den Storsjön, so heißt dieser große See. Der Die Aussicht auf die Frösö-Insel und den Storsjö

Mein nächstes Ziel war dann der Wohnmobil "Stellplatz". Im Prinzip einfach eine Wiese direkt am See, auf der Wohnmobile über Nacht stehen dürfen. Man hat zwar kein Strom und keine Toilette, aber dafür kostenlose Aussicht auf den See. So ist Schweden.
Dann wollte ich eigentlich noch auf die Frösö-Insel, auf der es die schönste Kirche Schwedens gibt. Allerdings hörte der Fußweg plötzlich auf, womit ich auf halber Strecke aufgab und wieder zurück lief. Und das war gut so, denn kaum am Auto angekommen, fing es in strömen an zu regnen.

Aber am nächsten Morgen fuhr ich dann gleich dorthin, genoss den Ausblick auf die schneebedeckten Berge beim Frühstück und wollte dann in die Kirche. Nichts wars, denn dort war gerade ein Beerdingung.

Also machte ich mich auf den Weg nach Are, dem Wintersportort Schwedens für die Alpine-Disziplinen. Auch hier kann man sagen, Ausblick super, Skipiste im Sommer nicht ganz so ansprechend, aber ich habe Lust aufs Skifahren bekommen! Skipiste im Sommer in Are Tribüne von Are

Zufällig entdeckte ich im Reiseführer, dass ganz in der Nähe noch der größte Wasserfall Schwedens ist und da musste ich natürlich hin. Ich muss sagen, sehr beeindruckend (mir gehen so langsam die Adjektive aus...) und laut und nass!

Mittlerweile war es früher Nachmittag und so fuhr ich wieder zurück in Richtung Östersund. Allerdings bog ich vorher rechts ab und so landete ich auf der anderen Seite des Storsjön. Die Straße führte durch Wälder und Täler. Und zufällig fand ich dann den Campingplatz an der Hoverbergsgrotte. Der Hoverberg ist ein Berg auf einer Halbinsel im Storsjön. er HoverbergUnd hier gibt es eben eine Grotte und die besichtigte ich gleich mal. Eingang zur Grotte In er GrotteUnd da ich nicht nur unter den Berg, sondern auch auf den Berg wollte, ging dann der Abendspaziergang den 1,5 langen steilen Berg hinauf. Meine Befürchtung war schon, dass ich oben nichts als Wald sehe, falsch gedacht. Mich erwartete das hier!

Ich wusste gar nicht, das man an einem Tag so viel Unterschiedliches erleben kann.

Am nächsten Morgen ging es dann weiter zum geografischen Mittelpunkt Schwedens. Ich dachte mir, zum Mitte der Reise muss ich da sein. nach einiger Irrfahrt, nachdem ausnahmsweise die Hinweisschilder nicht vollständig waren, kam ich dort an. Und wieder ein traumhaufter Ausblick!

Nach der dortigen Mittagspause fuhr ich dann quer durchs Land nach Ljusdal. In dieser Umgebung gibt es ein weiteres Weltkulurerbe. Und zwar die Hälsingarden. Das sind im Prinzip alte Bauernhöfe, die immer noch bewohnt sind und aber von den reichen Farmern mit teurem Interieur ausgestattet wurden. Leider habe ich noch keinen der Höfe erwischt, die auch für die Öffentlichkeit zugänglich sind.

Meine nächste Stadt hießt dann am Sonntag Mora. Eine kleine Stadt direkt am Siljansee gelegen. Allein dieser ist eine eigene Reise wert! Mora ist deswegen so bekannt, weil dort der Endpunkt vom Wasa-Lauf (Vasaloppets) ist. Ein 90 km langer Lauf, den der damalige schwedische König Gustav Vasa auf sich genommen hat, um nach Norwegen zu ziehen. Aber das ist eine längere und andere Geschichte. Jedenfalls kommen seit fast 100 Jahren jedes Jahr im März 10.000 Läufer dorthin um die 90 km hinter sich zu bringen. Wird übrigens auch im deutschen Fernsehen übertragen.
Das dazugehörige Museum schaute ich mir dann heute morgen an. Tor Zieleinlauf Wasa-Lauf Gustav Wasa Siljansee imt der Stadt Rättvik

Anschließend fuhr ich über die Kleinstadt Rättvik hierher nach Falun. Bekannt ist Falun für sein Kupferbergwerk, was ich mir erst morgen anschauen werde. Und alle Skisprung-Begeistersten kenn Falun auch. Denn hier steht die Skisprungschanze Schwedens. Die habe ich mir dann heute gleich noch angeschaut und wiedermal den schönen Ausblick genossen. Skisprungschanzen Falun

Soweit von mir. Das wird wahrscheinlich der letzte Blogeintrag vor Midsommar sein. Denn jetzt am Wochenende spielt ganz Schweden verrückt und feiert den Winteranfang. - Ja, ich habe mich nicht verschrieben, ab Sonntag werden die Tage hier wieder kürzer.
Ab Freitag darf ich wieder Gäste begrüßen, weswegen ich mich am Freitag wieder in Stockholm einfinden werde.

Euch allen eine schöne Woche

Der hohe Norden

Sonntag, 07.06.2015

4 Tage, 800 km Straße, keine Dunkelheit, tolle Begegnungen. So kann man meine letzten Tage so einigermaßen beschreiben.

Nach Jokkmokk fuhr ich also weiter nach Gällivare. Das ist eine Kleinstadt, die hauptsächlich vom Bergbau lebt und in der sich viele der Samen niedergelassen haben. Hier gibt es einen Kulturstig. Auf diesem 2 km langen Weg kommt man an den Sehenswürdikeiten des Ortes vorbei. Es fing an bei der alten Schule, ging über die schöne helle Holzkirche zum wunderschönen Bahnhof (einer der letzten aus Holz) und von dort weiter zur alten Lappenkirche. Danach konnte man noch einen Blick auf das Haus des Gründers der LKAB, der schwedischen Bergbaugesellschaft (davon später mehr), erhaschen.  Zum Schluss kam ich noch an der nördlichsten Wildmühle Schwedens vorbei.   Holzkirch in Gällivare Bahnhof Gällivare Lappenkirche Gällivare Lappenkirche Gällivare Villa des LKAB-Gründers Windmühle

Der Aufenthalt war relativ kurz, aber doch ausreichend und noch am selben Nachmittag machte ich mich auf den Weg nach Kiruna, der nördlichsten Stadt Schwedens. Diese Stadt ist berühmt berüchtigt. Und es stimmt, sie ist nicht wirklich schön. Aber allen Warnungen zum trotz schaute ich mir die Stadt trotzdem an. Was man nach Reiseführern gesehen haben muss ist die Kirche, die mal zum schönsten Gebäude Schweden gewählt wurde. Sie wurde von einem berühmten Architekten designt und soll die Form eines Lappenzeltes haben. Ist, wie ich finde, auch gut gelungen. Dach der Kirche in Kiruna
Das andere ist der Rathausturm und ein paar erhaltene Holzhäuser. Rathaus Kiruna

Aber jetzt kommt das eigentlich interessante. In Kiruna und der Umgebung gibt es rießige Erz-Vorkommen. Somit wird dort seit 60 Jahren in zwei Minen unter Tage Erz abgebaut. Und somit ist eine Führung in einem der Bergwerke pflicht. Das machte ich dann auch und es ging unter Tage. Dort erfuhr ich dann auch Näheres über die Stadtkernverlegung. Und zwar ist die Innenstadt Kirunas sehr nah an der Mine und durch den Abbau des Erzes besteht nun die Gefahr, dass die Stadt "einbricht". Der Stadtrat hat nun beschlossen, den Stadtkern um 5 km weiter östlich zu verlegen. Bis in drei Jahren soll das nun geschehen sein. Verlegt wird nur die Kirche, der Rathausturm und einige der Holzhäuser. Alles andere wird abgerissen und an der anderen Stelle neu aufgebaut. Auf der Karte seht ihr die Erzvorkommen, die jetztige Innenstadt und wo die neue hin soll.
Und nun zu der LKAB, der Bergbau-Gesellschaft. Dieser begegnet man eigentlich in ganz Schweden, hat aber den Sitz sozusagen in Kiruna. Die Buchstaben L und K sind die Anfangsbuchstaben von den Namen der beiden Berge in Kiruna, AB ist die Schwedische Abkürzung für Aktiengesellschaft.
Die LKAB bietet eben auch die Führungen an und in dem einen Bergwerk gibt es dann einen Besucherstollen mit Museum über die Geschichte des Bergbaus in diesem Stollen, es wird die Zukunft des Stollens erklärt und Maschinen gezeigt. Auch ein Café gibt es da unten und einen Kinosaal. Das ist echt der Hammer! Nach 2 Stunden ging es dann wieder über Tage. Das hat sich echt gelohnt!

Auch machte ich einen kurzen Abstecher nach Jukkasjärvi. Dort wird jedes Jahr ab Oktober am Eishotel gebaut. Dann kann man zwischen Dezember und ich glaube März zwischen Eis schlafen, seine Abende an der Bar verbringen, Tanzen etc. Alles was man sonst auch in einem Hotel machen kann. Außerdem steht dort die älteste noch betrieben Lappenkirche.

Und meine Reise geht weiter. Am Samstag fuhr ich dann weiter nach Norden an die finnische Grenze nach Karesuando. Ganz kurz mal nach Finnland rüber, und dann wieder gen Süden immer zuerst an der finnsichen Grenze, dann ab Haparanda an der Ostküste.

Wirklich interessant sind die Orte dort nicht, aber die Landschaft ist super. Bei den Ortschildern ist übringens das oberste in schwedischer, das untere in samischer Sprache. Mein Tagesziel war dann Lulea (gesprochen Lüleo). Obwohl das direkt an der Küste liegt, gibt es dort keinen schönen Campingplatz. Aber es gibt ein Weltkulturerbe. Nämlich die Kyrka Gammelstaden.

Das ist jetzt interessant für alle Kirchgänger ;) Und zwar gab es in Schweden lange Zeit die Kirchpflicht. Und weil es hier nicht in jedem Ort eine Kirche gibt mussten die Leute teilweise "Wochenendausflüge" zur Kirche machen. Um dort einen Schlafplatz zu haben, sind die Kirchstädte entstanden. In Lulea steht die noch best erhaltenste bzw. größte. Eigentlich eine schöne Ansammlungen von kleinen Häusern um die Kirche. Und da heute Sonntag war, bekam ich gleich noch einen schwedischen Gottesdienst mit.
Anschließend fuhr ich wieder in die Stadt und schaute mir den dortigen Dom an. Und just kam ich in die Generalprobe zu einem Orgelkonzert. Der Organist wurde per Videokamera aufgenommen und über Beamer auf die Leinwand projeziert, dass die Besucher im Kirchenraum nicht nur hören, sondern auch sehen.

Gegen frühen Nachmittag brach ich dann wieder auf und landete schließlich in Arvidsjaur. Hier gibt es noch einen der letzten Versammlungsorten der Samen, die sogenannte Lappstaden. Das schaue ich mir dann morgen an. Jetzt schaue ich erstmal, ob und wie lange es hier unterhalb des Polarkreises hell bleibt.

Euch allen eine schöne Woche und genießt den Sommer. Ich sehe hier regelmäßig Schnee und habe 11 °C Außentemperatur.

 

Hauptstadtflaire und nordische Wildnis

Mittwoch, 03.06.2015

Ja, schon wieder fast eine Woche vorbei und schon lange nicht mehr zum schreiben gekommen.. Stockholm! Was soll ich dazu noch sagen! Wunderschöne Stadt mit kleinen Gässchen, königlichen Flaire und vielen schönen Museen.     

Aber ich fang mal wieder von vorne an. Am Mittwoch sind also Melli und ich nach Stockholm gefahren - der Sonne entgegen! Dort angekommen erst mal rauf aufs Rathaus und den tollen Blick auf die Stadt genießen. Und zur Wachablösung in den Schlosshof.

So macht doch der erste Eindruck Spaß!! Danach sind wir gleich mal in die Gamla Stan, also die Altstadt, und haben die schönen Gassen bewundert und waren Punkt 4 an der deutschen Kirche, um DEM Glockenspiel zu lauschen. Dort wird nämlich jeden Mittwoch um 16 Uhr ein ganz bekanntes Kirchenlied gespielt. Und das Glockenspiel ist das größte Skanidnaviens.  

Nach diesem kleinen Schmankerl für die Ohren sind wir dann mal ins Hotel gegangen. Wir gönnten uns nämlich eine Nacht auf der "Rygerfjord". Die Kabine war sehr klein, aber das war es wert. Den ersten Abend in Stockholm liesen wir dann auf Södermalm mit traumhafter Aussicht ausklingen.

Am nächsten Tag ging es dann zum Königsschloss nach Drottningholm, dem Sitz der schwedischen Königsfamilie.

Nachdem wir dann am Campingplatz eingecheckt hatten und alles aufgebaut war, machten wir zwei uns mit der U-Bahn auf den Weg nach Djurgarden und dort in Wasa-Museum. Die Wasa ist ein ehemaliges Kriegsschiff, dass allerdings auf der Jungfernfahrt nach 1,3 km bereit untergegangen ist. Sowas nennt man mal Fehlplanung. Ein paar Millionen Euro also auf dem Hafenboden in Stockholm. Das durfte natürlich nicht sein und so wurde dieses Schiff nach 300 Jahren wieder hochgeholt und restauriert. Mittlerweile ist es das meistbesuchteste Museum Schwedens und ist super interessant. Das hat sich auf jeden Fall gelohnt.
Auf  dem Campingplatz am Abend stellten wir mal wieder fest, das es völlig egal, wo man in Schweden ist, überall sind Deutsche!!

Am Freitag ging es dann ins Freilandmuseum Skansen. Hier stehen aus jedem Gebiet Schwedens Häuser aus dem 19. bzw. 20. Jahrhundert. Und ich bekam gleich mal eine schwedisch-Stunde wie um 1910. Auch der erste echte Elch in Schweden wurde gesichtet und noch so manch anderes... In diesem Museum kann man locker ein bis zwei Tage verbringen!  Schulunterricht im Jahre 1910

Und dann war die Woche mit Melli auch schon wieder vorbei. Samstag früh ging es zum Flughafen. Kleiner Trost dabei, wir sehen uns in 3 Wochen ja schon wieder. Aber an dieser Stelle eine dickes DANKE für die super schöne Woche und mit deiner Begleitung!

Ja, nachdem Melli weg war, musste ich also wieder alleine zurecht kommen. Ich bin erstmal nach Norrtälje, einem richtig schönen kleinen Ort, der leider in meinem Reiserführer nicht zu finden ist.

Nach der kleinen Besichtigung fing dann der Regen an. Ich wollte allerdings trotzdem weiter und fuhr nach Norden. Nächstes Ziel hieß Gävle. Diese Kleinstadt ist nicht so schön, vor allem nicht bei strömenden Regen. Aber ich habe trotzdem einen kleinen Spaziergang durch gemacht.

Mein Zielort an diesem Tag war Ljusne. Der Ort, an dem ich in 2,5 Wochen Midsommar feiern werde. Ich wollte schon mal prüfen, ob das auch was wird. Und ich bin überzeugt, es wird super! (Leider habe ich noch keine Bilder, aber ich komme ja nochmal)

So, gleich mal vorweg, ab Samstag mittag gab es dann Dauerregen. Und der hält eigentlich  bis jetzt an. Aber davon lies ich mich nicht unterkriegen. Ich fuhr also an der Küste weiter von Ljusne nach Sundsvall.

Da merkt man richtig, dass diese Stadt nicht gerade die ärmste ist.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nachmittags machte ich dann einen "kleinen" Abstecher nach Ragunda/Hammerstad ins Landesinnere. Hier gibt es einen "Döda Fjäll", also einen toten Wasserfall. Ich glaube, die Bilder sprechen für sich...

Übernachtet habe ich dann in Härnosand. Warum dieser Ort im Reiseführer so gelobt wird, weiß ich nicht. Vielleicht auch nur wegen der wahnsinnigen Landschaft an der Küste ("Höga Kusten"),

die ich allerdings erst am nächsten Tag auf dem Weg nach Umea genießen konnte. In Umea, die Stadt ist übringens auch nicht so schön, besuchte ich dann "Guitars - the museum". Eine fantastische Sammlung von Zwillingsbrüdern, die seit den 50er Jahren Sammler sind und ihre Sammlung nun der Öffentlichkeit zeigen.

Ich entschloss mich dann, gleich noch bis nach Skelleftea zu fahren.

Dort war der bisher teuerste und unschönste Campingplatz. Auch die Innenstadt ist, bis auf die alte Kirchstadt, nicht wirklich sehenswert.

Ach ja, ich weiß jetzt, dass eine schwedische VW-Werkstatt genauso wie eine deutsche aussieht ;) Und es ist wahrscheinlich der teuerste Parkschein, den ich in ganz Schweden zahlen muss.
Nun gut, nachdem mir dann der Mechaniker aber bescheinigt hatte, dass es keine Gefahr gibt, auf dem Weg zum Nordkapp liegen zu bleiben, fuhr ich dann am Mittwoch Nachmittag noch weiter nach Pitea, der schwedischen Riviera, genoss kurz das offene Meer und bin dann aber gleich noch weiter zum Storforsen, der schnellsten Stromschnelle Schwedens. Sehr beeindruckend und laut! Vor allem der Stellplatz am Campingplatz. schnellse Stromschnelle Schwedens?

Heute morgen war dann das nächste Ziel Jokkmokk. So überquerte ich heute den Polarkreis und erlebe die erste Nacht, in der die Sonne nicht untergeht. Und ich kann den letzten Schnee noch sehen. In Jokkmokk ging ich dann erstmal in einen Laden, in dem samische Handarbeit verkauft wird. Anschließend besuchte ich noch das Àitte, ein Museum über die Samen und ihre Geschichte.

Auch super gemacht und total interessant. Vor allem die Karte über die Museumsbesucher finde ich cool. Heute Nachmittag machte ich mich dann noch auf den Weg nach Kvikkjokk, oder auch das Ende der Welt. In dieses Kaff führt nämlich nur eine Straße und Jokkmokk ist 130 km entfernt. Also eine 130 km lange Straße in eine Richtung fahren und das Ganze dann wieder zurück. Und wozu? Dafür, dass ich mal 100 m auf dem "Kungsleden", dem 480 km langen Wanderweg durch Lappland, gelaufen bin und die Kirche gesehen habe.

Und der Weg mit Aussicht dorthin ist einfach der Hammer. Außerdem bin ich so 2 Rentierherden begegnet und habe meines Wissens den ersten Elch in freier Natur gesichtet.

Und weil ich heute so lieb für die Rentiere gebremst habe, musste ich heute zum Abend natürlich Rentierfleisch essen. Sehr schmackhaft und genauso lecker wie Elch!

Jetzt genieße ich noch die Sonne, die nicht untergeht.

  Schweden um 23 Uhr

Ach so, das war jetzt ein sehr langer Text mit vielen Infos. Wenn ihr irgendetwas genauer wissen wollt, schreibt mich an oder schreibt Kommentare. Habe keine Ahnung, wie verwirrend das jetzt alles klingt...

 

 

Einmal schnell nach Oslo und die wunderbare Welt der Astrid Lindgren

Dienstag, 26.05.2015

Ja ihr fleißigen Leser,
jetzt sind schon wieder 3 Tage vergangen und ich könnte schon kleine Bücher über das Erlebte schreiben.

Nach den 2 Tagen Göteborg machten wir uns am Sonntag auf den Weg nach Oslo. Nicht, dass es der nächste Weg wäre oder so, aber ab und zu muss man das auch mal machen. Frühs um halb 8 ging es also los und um halb 11 machten wir dann erste Station am Holmenkollen, der weltberühmten Skisportanlage. Wir besichtigten die architektonische Meisterleistung der Skisprungschanze und das Biathlonstadion.

Anschließend ging es in die Stadt. Per Fuß besichtigten wir das Königliche Schloss, das Nationaltheater, das Rathaus, die Festung und die Oper. Außerdem die schönen Straßen mit den alten und sehr futuristisch aussehenden Gebäuden. Naja, über Geschmack und zusammstellung der Architektur lässt sich streiten. Aber Oslo ist auf jeden Fall für Architekturbegeisterte sehr interessant.
Gegen späten Nachmittag rief Göteborg wieder und durch den Regen gings zurück. Und wir haben eine neue Reisebegleitung. Darf ich vorstellen: Olso Oslo, Mellis neues Haustier!

Am nächsten Morgen, also gestern, packten wir dann zusammen und brachen die Zelte in Göteborg ab. Das nächste Ziel hieß Vimmerby/ auf den Spuren von Astrid Lindgren. Einmal quer durchs Land auf die Ostseite.
Wir fuhren über Mariannelund, Sevedstorp (Bullerbyn) und an Katthult vorbei. Nachdem Melli und ich beim wunderschönen Campingplatz mit Stellplatz wieder mal direkt am See eingecheckt hatten, machten wir einen kleinen Spaziergang in Vimmerby auf den Spuren Astrid Lindgrens.

Heute morgen besuchten wir dann die Astrid Lindgrens Värld. Obwohl wir schon ein paar mal hier waren, ist es doch immer wieder schön, zwischen den kleinen Häusern zu laufen und sich in die Kinderbücher hineinzuversetzen. Wir konnten Michel bei seinen Streichen beobachten und den Räubern der Mattisburg bei den Proben zu sehen. Da nämlich momentan noch Vorsaison ist und die Värld erst seit 13.Mai offen ist, wird momentan noch fleißig geübt, damit es dann für die 490 000 Besucher im Sommer alles perfekt läuft. Ist aber auch mal interessant, so Räuber in Jeans und T-Shirt auf der Matthisburg zu sehen. Und da merkt man erst, wie wichtig die richtigen Kostüme sind. irgendwie fehlen auf diesem Bild noch 2 Personen...

Zum Mittagessen gab es dann für mich die berühmten Köttbullar mit Potatismos und natürlich durfte der Gang auf dem "Keiner-darf-den-Boden-berühren-Parcour" nicht fehlen.

Nachdem dann alle Andenken gekauft waren fuhren wir weiter zu Astrid Lindgrens Näs. Das ist der Hof, auf dem sie aufgewachsen ist und wo es mittlerweile ein sehr schönes Museum zu ihrem Leben gibt. Allerdings eher weniger für Kinder, als vielmehr für Erwachsene gemacht. In das eigentlich Geburtshaus kann man nur mit Führung, da es noch von Angehörigen bewohnt wird. Allerdings ist der Garten relativ frei zugänglich und somit konnten wir den "Sockerdricker-Baum" begutachten.

Kurz zur Erklärung, in den oben genannten Orten Sevedstorp, Katthult und Mariannelund und wie ich letzte Woche schon geschrieben habe auf dem Sörknatten und Fjällbacka, sind (einige) Filmszenen gedreht worden. Alles mit Einverständnis bzw selbst rausgesucht von Astrid Lindgren. Die Ideen zu vielen ihrer Büchern, also Pippi Langstrumpf, Michel aus Lönneberga, Kinder aus Bullerbyn, etc bekam sie allerdings auf dem Hof in Näs und in ihrem späteren Wohnort Stockholm. So kann man sowohl in Katthult, als auch in Näs einen Holzschuppen finden. Und die Orte sind dann nachträglich umbenannt worden. Also vor allem Bullerbyn und Katthult.

In Astrid Lindgrens Värld wurde dann nach den Büchern die einzelnen Orte aufgebaut, explizit für Kinder zum Erleben und auch alles mit Einverständnis bzw Tipps von Astrid Lindgren. Das heißt, das alles was dort ist, wollte und hätte sie auch so gemacht.
In Stockholm gibt es dann "Junibacken", auch ein Museum über Astrid Lindgren mit den Figuren. Das ist jedoch reiner Kommerz und somit überhaupt nicht im Sinne der Autorin.
Und für 300 SEK am Tag in Astrid Lindgrens Värld für einen Erwachsenen ist es auch nicht viel, finde ich, dafür, was man alles geboten bekommt und was man alles selbst erleben kann!

Nun gut, soweit so gut. Morgen gehts dann weiter nach Stockholm mit einer Nacht auf einem Schiff! Bin schon sehr gespannt darauf.

Und für alle Interessierten, wie ich denn nun eigentlich "wohne", hier noch ein paar Bilder von meinem "husbil", wie die Schweden so schön sagen. die Küche Die Kochstelle das Schlafzimmer Esszimmer und Aufenthaltsraum

Auf diesen Bilder ist es natürlich seeehr aufgeräumt, den Kofferraum = Lagerraum und Kleiderschrank habe ich aus persönlichen Gründen nicht fotografiert.. Vielleicht kommt das noch

Göteborg!!

Samstag, 23.05.2015

Willkommen euch und meiner Reisebegleitung in der großen Großstadt Göteborg!

Nach einer etwas chaotischen Anreise zum Campingplatz machte ich es mir auf diesem erst mal gemütlich und genoss noch das schöne windige Wetter. Der letzte Abend alleine.. Denn früh am Freitag holte ich Melli erstmal vom Flughafen ab. Ab dann geht es jetzt also zu zweit weiter. Gleich nach dem weiteren Check-In am Campingplatz machten wir die Stadt unsicher. Mit dem Bus also in die Innenstadt, dann erst mal die kurze Verwirrung, dass wir nicht mehr wussten, wie Göteborg aussieht. Denn wir waren ja schon mal vor 6 Jahren hier. Na gut. Nach kurzem Gang durch die City stärkten wir uns erstmal in der Markthalle. Es gab Sandwiches und die ersten auf schwedisch ergatterten Kanelbullar.

Obwohl das Wetter nicht so mitspielte, machten wir trotzdem eine Fahrt mit den Paddan-Booten. Für uns sogar auf deutsch. So lernten wir die Stadt von den Kanälen und dem Hafen aus kennen. Wir erfuhren einige Insider und lernten, dass es das heutige Göteborg ohne die Holländer gar nicht gäbe. Denn diese halfen den Schweden mit ihren Kenntnissem im 17. Jahrhundert beim Kanalbauen.

Nach dieser Fahrt wärmten wir uns im Medizin-historischen Museum auf. Anschließend ging es auf Sightseeing-Tour zu Fuß. Die Deutsche Kirche, der Dom und die Universität standen auf dem Programm. Kurz noch einkaufen, und dann über den Kungspark zurück. Dieser Park hat auch eine besondere Geschichte. Und zwar liefen hier früher die heiratsfähigen Frauen durch und hofften, dass ein Mann auf sie aufmerksam wird. Und das klappte auch und es wird gemunkelt, dass es immer noch funktioniert.
Dann ab zurück zum Campingplatz, bei Sturm und Regen Zelt aufbauen und ab ins Bett zum Schlafen.

Heute früh haben wir dann erstmal die nähere Umgebung unsicher gemacht und das Meer genossen.
Anschließend begann das große Abenteuer und somit das gerangel im Bus. In Göteborg fand nämlich heute ein Halbmarathon statt. Das heißt 50 000 Läufer möchten zum Startpunkt und die komplette Stadt ist gesperrt. Ungefähr so, wie am Residenzlauf in Würzburg, nur vieeeel größer. In die Stadt war noch kein Problem.
Dort erst mal zum "Lipstick", die Freiheitstatue Göteborgs. 86 m hoch und warum nur Lipstick?

Nebendran gleich das Segelschiff "Viking". Das hat auch eine sehr lustige Geschichte. Und zwar wurde es von der Stadt Göteborg gekauft und hat die Weltmeere beseegelt. Als es mal im Hafen lag, wurde eine neue Brücke fertig gestellt. Allerdings haben die Architekten sich ein bisschen verrechnet. Denn die Brücke ist an ihrer höchsten Stelle 45 m hoch, der höchste Mast ist jedoch 55 m. Also bleibt die "Viking" jetzt für alle Zeit im Hafen gefangen. Mittlerweile ist dort ein Hotel untergebracht.

Weiter zur Oper, dort kurze Mittagspause und dann zum Maritimt, einem Schiffmuseum, und zum Schluss noch ins Stadtmuseum.  Bevor der Zum-Camping-Platz Weg begann, gingen wir nochmal durch die Stadt. Dann hieß es, einmal die Laufstrecke überqueren, um zum Bahnhof zu kommen. Ich glaube, ich habe noch nie solange über eine 6 m breite Straße gebraucht.

Soweit zu unserem 2 Tage Göteborg Aufenthalt. Morgen kommt die verrückte Aktion einmal kurz nach Olso fahren.

Ach ja, bevor ich es vergesse. Hier in Göteborg finden nächstes Jahr die Minigolf-Europameisterschaften statt. Dazu finden zur Zeit die Vorentscheidungen ebenfalls hier statt. Also drückt unserem deutschen Team mal die Daumen. Die sind alle 4 sehr nett und brauchen Unterstützung!!

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